Eine Welt - ohne Quarks

 

1.Neutron

In Zeiten von Quarks und Strings ist es sicher unmodern, über eine Welt nachzudenken, deren Bausteine Elektronen, Positronen und Photonen sind. Darf unsere Welt so einfach sein?

Zumindest für das Neutron und das Proton– sehen Sie selbst!

Beim β-Zerfall wandelt sich ein Neutron in ein Proton um, wobei ein Elektron ausgesendet wird:  

                                n = p+ + e-

Wenn wir annehmen, dass das Neutron sich analog zum Wasserstoffatom  aus Proton und Elektron zusammensetzt, kann man die Masse des Elektrons im Neutron bestimmen:

                                                   m0 = Ruhmasse des Elektrons  

me = mn –mp                      me = Masse des Elektrons im Neutron

                                  mp= Masse des Protons

                                  mn= Masse des Neutrons

Die so berechnete Masse liegt  über der Ruhemasse des Elektrons m0  und wird durch eine hohe Bahngeschwindigkeit  v verursacht, die man aus der relativistischen Massenzunahme berechnen kann:

 

Man erhält für die Bahngeschwindigkeit:     v = 2,75399 *108 m/s

Aus dem Kräftegleichgewicht

 

        coulombsche Kraft

          Zentripedalkraft

 

erhält man

  und

 

  ;    

 

den Radius der Elektronenbahn      r =1.31939 *10-15 m .

Diese Größe ist gleichzeitig der Radius des Neutrons.

 

 

Literaturwerte:

Mende/Simon; Physik  Gleichungen und Tabellen ,Leipzig  1967 

 

 

 

 

 

Energiebilanz

Massenzunahme des Elektrons  : Δm = m1 –m2 –m0

Massenzunahme als   Energieäquivalent    Ekin=Δmc2    

 

Ekin =1,15701 x10 -13J

 

Energie des elektrischen Feldes :  

für  r =1.31939 *10-15 m  ergibt sich

 

Epot  = 1,63646  x 10-13 J

 

Bei der Bildung eines Neutrons wird eine Energiemenge  ΔE frei

 

ΔE= Epot - Ekin

 

ΔE =4,79449X10-14 J    ;  ΔE=1,606 *105  eV

 

Die Frequenz der ausgesendeten Strahlung  beträgt 

   

ν= 7,24*1019 s-1

λ= 4.0112*10-12 m

 

2.Das Neutrino

Beim β-Zerfall    n = p+ + e-  ist die Massenbilanz  positiv. Um sie auszugleichen, wird bisher die Emission eines Neutrinos angenommen. Dabei ist  nicht berücksichtigt, dass das ausgesendete Elektron die Arbeit  Epot  im elektrischen Feld leisten muss. Die Energiebilanz ergibt, dass die bei der Bildung des Neutrons abgestrahlte Energie  ΔE=4,79449X10-1 4 J  zugeführt werden muss, wenn ein freies Neutron zerfällt.

n + ΔE  = p+ + e-

Die Emission eines Neutrinos ergibt sich aus dieser Bilanz nicht.

Auch bei Neutronen, die im Atomkern gebunden sind, ist beim ß-Zerfall  zu berücksichtigen, dass das ausgesendete Elektron immer die Arbeit  Epot  im elektrischen Feld verrichten muss. Die Bildung eines Neutrinos ist auch beim β-Zerfall  von Atomkernen unwahrscheinlich. 

Die Energie des elektrischen Feldes zwischen Proton und Elektron ist beim ß-Zerfall bisher offensichtlich vergessen worden. Die bisherige Bilanzierung erfolgte nur auf der Basis der Teilchenmasse, in der das elektrische Feld nicht enthalten ist. Es wird nicht „mit gewogen“.

Die „vergessene“ Feldenergie ist möglicherweise ein Teil der „dunklen Energie“.

 

3. Proton

Annahme:

 

Die coulombsche Kraft  zwischen Positron und dem negativen Teilchen Fc1  gilt

                                             

und zwischen den Positronen Fc2

Resultierende Kraft Fc, gesamt =Fc1 – Fc2 =3/4Fc1

 

Für die Zentripedalkraft gilt

                         m0 = Ruhmasse der Positronen

 

Aus dem Kräftegleichgewicht Fc,gesamt = Fz

erhält man für die Geschwindigkeit

                       

 

v= 2.81021*108 m/s

 

und die Masse der Positronen im Proton  m3 = 2.5647*10-30 kg

 

Die  Masse des negativen Zentralteilchens  beträgt:

m4 =m2 -2m3

 

m4 = 1.6675*10-27 kg      m4  =1.00426u

 

Nun kann man spekulieren, dass sich das negative Zentralteilchen aus einem positiven Kern und zwei umkreisenden Elektronen zusammensetzt. In diesem Sinne könnte das Proton aus einem zentralen Positron oder Elektron bestehen, das abwechselnd von Paaren aus Elektronen oder Positronen umkreist wird. Die Existenz von Quarks wäre nicht notwendig.

 

Energiebilanz

 

Massenzunahme der Positronen  Δm=2m3 -2m0

Δm= 3.30306*10-30 kg

Ekin = Δmc2

Ekin = 2,96865*10-13 J

 

Epot= 6,03596*10-13 J

 

ΔE= Epot - Ekin

 

ΔE= 3,06732*10-13 J         = 5,3694*105  eV

 

Ausgesendete Strahlung:        ν=4,62916*10^20  s-1

 

 

 

 

                                                             

4.Das Deuteron

 

Für die Entstehung des Deuterons gibt es zwei Möglichkeiten:

Für beide Modelle sind ergeben sich andre Werte für den Massendefekt und alle daraus berechenbaren Größen.

Für die Geometrie des Deuterons wird angenommen:

Damit liegen für die Berechnung ähnliche Verhältnisse wie beim Proton vor.

Der Bahnradius r  lässt sich näherungsweise berechnen:

Der Wert von  r wird solange variiert, bis die abgestrahlte Energie mit dem Massendefekt übereinstimmt.

 Man erhält

 

 

pn-Modell

pe-Modell

Δm *10-30 kg

3,96861

2,57405

ΔE*10-13 J

3,56681

2,31344

ΔE*107 eV

2,23

1,44405

ν*108 m/ s

2,838

2,663

r*10-15 m

0,76

1,23

ν*1020 Hz  Frequenz

5,38

3,49

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das pn-Modell bringt einen Wert für die den Radius, der geringer ist, als der Radius des Protons. Mit dem p-e-Modell erhält man für r=1,23*10-15 m und für den Abstand der Protonen d=2r=2,46*10-45 m.

 C.E.Nebel/ W.Schottky   geben den Kerndurchmesser mit 2,08 *10-15 m an.  Aus der Nährungsformel erhält man:  r=1,889*10-15 m   

Diese Rechnung zeigt, dass man aus dem Massendefekt und unter Annahme einer realistischen Geometrie für den Atomkern eine realistische  Größe  für den Kerndurchmesser berechnen kann. Als Kernkraft reicht die coulombsche Kraft völlig aus.

Der Massendefekt erscheint in einem neuen Licht:

Mit der Bildung des Neutrons ist das elektrische Feld zwischen Elektron und Proton zum Bestandteil des Teilchens geworden. Wenn im Neutron sich das Elektron dem Proton weiter nähert, wird Energie abgestrahlt, die dem Teilchen verloren geht und sich im Massendefekt  bemerkbar macht.

 

5.Heliumisotope

Für die Heliumisotope  kann man relativ leicht „vernünftige „ Annahmen für die Geometrie der Atomkerne finden, wenn man annimmt:

 

 

Helium 3

 

Annahme:

 

Aus dem Kräftegleichgewicht und der Energiebilanz erhält man:

 

 

pe-Modell

Δm *10-30 kg

 

7,8462

ΔE*10-13 J

 

7,05181

ΔE*107 eV

 

4,402

ν*108 m/ s

 

2.73

r*10-15 m  Elektronenbahn

 

0,795

ν*1021 Hz  Frequenz

 

1.06

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kantenlänge des Dreiecks beträgt a=2r =1,59*10-15  m

Nach der Näherungsformel ergibt sich für den Kerndurchmesser: 2,16*10-15 m

Der Radius der Elektronenbahn ist geringer, als der Radius des Protons.

 

6.Helium4

 

Annahme:

Für das He4 erhält man noch geringere Werte für den Radius der Elektronenbahn.

Das verwendete Denkmodell, basierend auf dem Elektron als Teilchen ,hat hier seine Grenze erreicht. Offenbar müssen die Wellennatur und quantenmechanische Effekte berücksichtigt werden.

Aber müssen es unbedingt Quarks sein?

 

7. Größere Atomkerne

Für Kerne mit einer Massenzahl über 4 ist es schwierig, Annahmen über die Geometrie zu treffen. Bei massereichen Kernen ist die dichteste Kugelpackung mit Tetraedern als Raumelementen wahrscheinlich. Die resultierenden Kräfte ,die auf ein

Teilchen wirken, sind aber immer von ihrer Position im Kern abhängig. Damit sind die Bahnradien der Elektronen ebenfalls von Ihrer Position im Kern bestimmt und im gesamten Kern nicht einheitlich. Weitere Schwierigkeiten entstehen bei Teilchen, die sich an der Oberfläche des Kerns befinden, und wenn die Teilchenzahl keinen vollständig runden Kern ermöglicht.

Die größten Chancen zu Ergebnissen zu kommen hat man bei Massenzahlen über 40.Bei diesen Massenzahlen verläuft die Kurve des Massendefekt in Abhängigkeit von der Nukleonenzahl annähernd stetig, was größere Ähnlichkeiten bei Geometrie der Atomkerne vermuten lässt.

 

Verwendete Größen :

 

u=1.66043*10-27

c=2.99792458*108  m/s

m0 =9.1093897*10-31 kg   Ruhmasse Elektron

m1 =1.6749286*10-27 kg   Ruhmasse Neutron

m2 =1.6726231*10-27 kg   Ruhmasse  Proton

e0 = 1.60217733*10-19

h= 6.6260755*10-34

ε0 = 8.854187817*10-12